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Kochkunst aus aller Welt – Afghanistan

Mittwoch, 27. Oktober, 12:00 - 13:30

Afghanistan, 1001 Nacht oder eher Albtraum? Kamelkarawanen oder Taliban? Seit Jahrzehnten ist dieses Land an der Schnittstelle zwischen dem Nahen und dem Fernen Osten zerrissen vom Krieg zwischen fundamentalistischen Kräften und der Regierung, und wechselnder Einmischung ausländischer Interessen, seien es die ehem. Sowjetunion, die USA, Saudi-Arabien oder Pakistan.
Diese Unstabilität hat nun den islamistischen Taliban in die Hände gespielt, mit unabsehbaren Folgen, vor allem für die weibliche Bevölkerung. Schon fast absurd mutet es dabei an, dass Afghanistan eigentlich eine der demokratischsten Verfassungen der islamischen Welt hat(te), mit Gleichberechtigung aller Religionen, Ethnien, Frauen und Männer.

Aufgrund seiner Lage an der alten Seidenstrasse und seinen vielen verschiedenen Ethnien unterlag die afghanische Küche vielerlei Einflüssen. Fladenbrot ist neben Reis eines der Grundnahrungsmittel. Auch Fleisch wird gerne gegessen, aber natürlich keines vom Schwein.

Wir freuen uns über eure Anmeldungen bis am 25. Oktober.

Bitte beachten Sie, dass gemäss den neuen Regeln vom Bund für den Mittagstisch nun eine Covid-Zertifikatspflicht besteht.

Kosten: Erwachsene Fr. 12.- | Kinder ab 10 Jahren Fr. 6.-
Anmeldung bis am 25. Oktober:
032 365 35 36 oder buero.paulushaus@ref-bielbienne.ch

 

Warum wir Menus aus aller Welt kochen

Seit Urzeiten ist Essen eine gute Gelegenheit, sich kennen- und schätzen zu lernen, Vorurteile ab- und Toleranz und Verständnis aufzubauen. Darum wird in Madretsch am Mittagstisch jeden zweiten Monat ‚aus aller Welt‘ gekocht. Mit dabei im Kochteam ist immer mindestens eine Köchin oder ein Koch aus dem betreffenden Land. Das bietet uns die Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen mit Menschen, die hier heimisch werden möchten oder es bereits sind, deren Kultur, Gewohnheiten oder eben auch Küche wir jedoch kaum bis gar nicht kennen. Oder vielleicht meinen zu kennen, bis wir feststellen: Fremdes ist manchmal gar nicht so fremd – oder vermeintlich Bekanntes halt doch ganz anders als wir dachten.

Viele Zutaten, die wir jeden Tag selbstverständlich nutzen, kommen von weit her, das Exotische ist längst eingebürgert – auf unseren Tellern. Doch denken wir daran, dass nicht nur feine Rezepte, Gewürze, Gemüse und Früchte, sondern auch Menschen zu uns kommen – oft nicht freiwillig – und dass sie ebenso eine Bereicherung für unseren Alltag sein können wie all die feinen Sachen, die auch einmal fremd waren und von weither gekommen sind.

In diesem Sinne: unsere Türen stehen allen offen. Gastfreundschaft in den Küchen der Welt ist der magische Ort, wo aus Fremden Freunde werden. Kommen Sie mit uns auf eine kulinarische Weltreise. Wir freuen uns auf bereichernde Begegnungen!

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