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Kochkunst aus aller Welt – Georgien

Mittwoch, 28. Oktober, 12:00 - 13:30

Welternährungstag 2020

Wie jedes Jahr gibt es im Oktober anlässlich des Welternährungstags einen vegetarischen Mittagstisch. Dieses Mal wird eine Familie, die aus Georgien zu uns in de Schweiz geflüchtet ist, für uns kochen.

Hunger bedeutet nicht einfach, kein Essen auf dem Teller zu haben. Hunger bedeutet auch, öfters krank zu sein, weniger Kraft zu haben, um zu lernen oder zu arbeiten. Hunger ist ein Teufelskreis, aus dem die meisten Menschen nicht ohne Hilfe herauskommen können.

Und: Hunger entsteht nicht vor allem wegen Naturkatastrophen, sondern Kriege sind die schlimmsten Treiber von Ernährungskrisen in der heutigen Zeit. Diese zerstören die lokale Landwirtschaft, die Märkte und treiben die Preise in die Höhe. Sie vertreiben die Menschen und erschweren die internationale Hilfe. Und wie so oft, sind v.a. Frauen und Kinder leidtragende. Hunger gefährdet auch den Frieden. Wo Nahrungsmangel herrscht, entstehen neue Konflikte. Verteilkämpfe um Landwirtschaftsland, Wasser und so weiter brechen aus. Und wo gekämpft wird, kann kein Feld bestellt werden, was wiederum den Hunger verschlimmert.

Auch Grosskonzerne wie Nestlé oder Glencore tragen zu den Problemen bei, indem sie grosse Monokulturen fördern, welche die kleinbäuerlichen Strukturen zerstören oder Böden und Wasser mit Giften, z.B. aus Erzminen, belasten.

Jede und jeder von uns kann etwas beitragen, um den Hunger ein klein wenig zu lindern: Wir können nachhaltige, fair produzierte Produkte kaufen, von unseren Grossverteilern fordern, mehr nachhaltige Produkte in ihr Sortiment aufzunehmen, wenig oder kein Fleisch essen, kein Essen wegwerfen oder gezielt spenden für Projekte, welche lokale Kleinbauern unterstützen.

Und wir können ein JA in die Urne legen bei der Abstimmung zur Konzernverantwortungsinitiative im November.

 

Warum wir Menus aus aller Welt kochen

Seit Urzeiten ist Essen eine gute Gelegenheit, sich kennen- und schätzen zu lernen, Vorurteile ab- und Toleranz und Verständnis aufzubauen. Darum wird in Madretsch am Mittagstisch jeden zweiten Monat ‚aus aller Welt‘ gekocht. Mit dabei im Kochteam ist immer mindestens eine Köchin oder ein Koch aus dem betreffenden Land. Das bietet uns die Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen mit Menschen, die hier heimisch werden möchten oder es bereits sind, deren Kultur, Gewohnheiten oder eben auch Küche wir jedoch kaum bis gar nicht kennen. Oder vielleicht meinen zu kennen, bis wir feststellen: Fremdes ist manchmal gar nicht so fremd – oder vermeintlich Bekanntes halt doch ganz anders als wir dachten.

Viele Zutaten, die wir jeden Tag selbstverständlich nutzen, kommen von weit her, das Exotische ist längst eingebürgert – auf unseren Tellern. Doch denken wir daran, dass nicht nur feine Rezepte, Gewürze, Gemüse und Früchte, sondern auch Menschen zu uns kommen – oft nicht freiwillig – und dass sie ebenso eine Bereicherung für unseren Alltag sein können wie all die feinen Sachen, die auch einmal fremd waren und von weither gekommen sind.

In diesem Sinne: unsere Türen stehen allen offen. Gastfreundschaft in den Küchen der Welt ist der magische Ort, wo aus Fremden Freunde werden. Kommen Sie mit uns auf eine kulinarische Weltreise. Wir freuen uns auf bereichernde Begegnungen!

Die Daten für 2020

Wir bitten um Anmeldung bis am Montag davor.

Mittwoch 26. August
Mittwoch, 28. Oktober, zum Welternährungstag der UNO
Mittwoch, 16. Dezember

Flyer mit allen Daten 2020