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Kochkunst aus aller Welt – Südafrika

Mittwoch, 28. August, 12:00 - 13:30

Der Mittagstisch im August kommt aus Südafrika!

ACHTUNG: Neu findet der Anlass jeweils am Mittwoch statt!

Flyer Kochkunst aus aller Welt – Südafrika

Südafrika – ein Land der Gegensätze. Nelson Mandela, Apartheid, Wein, Fussball, der Kruger Nationalpark, das ist wohl in etwa das erste, was den meisten in den Sinn kommt. Obwohl die Apartheid seit dem Wahlsieg Mandelas 1994 offiziell beendet wurde, leidet das Land auch heute noch an den Folgen der Rassentrennung. Das Land ist eine der grössten und wichtigsten Volkswirtschaften Afrikas, aber die Arbeitslosenquote ist v.a. bei den Jungen und der nicht-weissen Bevölkerung mit fast 50% sehr hoch.
Südafrika ist reich an Bodenschätzen, der Markt wird aber fast gänzlich von grossen ausländischen Konzernen beherrscht, der Profit daraus geht zum grössten Teil an der einheimischen Bevölkerung vorbei, an ihr bleibt nur die risikoreiche und oft gesundheitsschädigende Arbeit in den Minen hängen. Zu den wichtigsten Konzernen gehört auch die in der Schweiz ansässige Glencore. Um solche Grosskonzerne dazu zu bringen, mehr Verantwortung zu übernehmen, wurde übrigens in der Schweiz die Konzernverantwortungsinitiative lanciert.
Südafrika hat landschaftlich sehr viel zu bieten und mit dem Kruger-Nationalpark auch einer der grössten Nationalparks Afrikas. Auch die Weinregion im
westlichen Teil des Landes oder die Garden-Route entlang der Südküste sind weltberühmt.
Kulinarisch ist das Land ein Meltingpot, europäische, indische, malaiische, indonesische und afrikanische Küche treffen aufeinander. Ähnlich wie in Argentinien hat sich dabei das Grillen (Braai auf Afrikaans) sozusagen als Nationalhobby etabliert, zumindest bei der wohlhabenderen Bevölkerung. Obst gibt es zwar in rauen Mengen, das meiste wird jedoch für den Export angebaut. Gemüse wird viel gegessen, aber im Unterschied zu den Gewohnheiten in der Schweiz wird es oft nicht separat als Beilage serviert, sondern als direkte Zutat der einzelnen Gerichte, ähnlich wie bei indischen Currygerichten. Was für uns Kartoffeln, sind für die Südafrikaner Süsskartoffeln: Grundnahrungsmittel. Und zu all dem darf natürlich der Wein nicht fehlen 😉

Wir bitten um Anmeldung bis am Montag davor, bitte bei der Anmeldung angeben, falls Vegi-Menu gewünscht.

Warum wir Menus aus aller Welt kochen

Seit Urzeiten ist Essen eine gute Gelegenheit, sich kennen- und schätzen zu lernen, Vorurteile ab- und Toleranz und Verständnis aufzubauen. Darum wird in Madretsch am Mittagstisch jeden zweiten Monat ‚aus aller Welt‘ gekocht. Mit dabei im Kochteam ist immer mindestens eine Köchin oder ein Koch aus dem betreffenden Land. Das bietet uns die Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen mit Menschen, die hier heimisch werden möchten oder es bereits sind, deren Kultur, Gewohnheiten oder eben auch Küche wir jedoch kaum bis gar nicht kennen. Oder vielleicht meinen zu kennen, bis wir feststellen: Fremdes ist manchmal gar nicht so fremd – oder vermeintlich Bekanntes halt doch ganz anders als wir dachten.

Viele Zutaten, die wir jeden Tag selbstverständlich nutzen, kommen von weit her, das Exotische ist längst eingebürgert – auf unseren Tellern. Doch denken wir daran, dass nicht nur feine Rezepte, Gewürze, Gemüse und Früchte, sondern auch Menschen zu uns kommen – oft nicht freiwillig – und dass sie ebenso eine Bereicherung für unseren Alltag sein können wie all die feinen Sachen, die auch einmal fremd waren und von weither gekommen sind.

In diesem Sinne: unsere Türen stehen allen offen. Gastfreundschaft in den Küchen der Welt ist der magische Ort, wo aus Fremden Freunde werden. Kommen Sie mit uns auf eine kulinarische Weltreise. Wir freuen uns auf bereichernde Begegnungen!

Die Daten 2019
NEU ab August jeweils am MITTWOCH
Mittwoch, 28. August
Mittwoch, 30. Oktober, zum Welternährungstag der UNO
Mittwoch, 11. Dezember