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Tandem gefällig?

Donnerstag, 11. April, 18:00 - Samstag, 11. Mai, 18:00

Das Tandem für Begegnungen mit Geflüchteten

Das Projekt „Auf Augenhöhe – Das Bieler Begegnungstandem“ wird während dreier Jahre durch den Arbeitskreis für Zeitfragen (AfZ) der reformierten Kirchgemeinde Biel geführt. Finanziert wird es durch die Fondia-Stiftung, die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn und die deutschsprachige reformierte Kirchgemeinde Biel. Das Begegnungstandem ist offen für Hiesige und Flüchtlinge, unabhängig von Religion, politischer Orientierung oder Aufenthaltsstatus.

Machst Du mit? Möchtest Du Dich für etwas Neues engagieren?

Beim ‹Begegnungstandem› können Menschen mitmachen, die an Begegnungen auf Augenhöhe mit Menschen unterschiedlicher Prägungen interessiert sind. d.h. einerseits Hiesige aus Biel und Umgebung und andererseits Newcomer (geflüchtete NeuzuzügerInnen). Mit den Interessierten werden Gespräche geführt und 10 individuelle Zweierteams – ‹Tandems› gebildet. Die Newcomers und die Freiwilligen bereichern Alltag und Freizeit mit gemeinsamen Aktivitäten; z.B. beim Spracherwerb oder beim Kennenlernen der Region. Newcomers teilen ihre Interessen und Fähigkeiten mit den Freiwilligen; z.B. Vermittlung der eigenen Sprache und Hintergrundwissen des eigenen Landes. Newcomers sollen bereits Basiskenntnisse in Deutsch mitbringen. Die Freiwilligen investieren 4 bis 8 Stunden pro Monat für das Tandemtreffen. Es gibt bis April 2020 insgesamt 5 Tandemrunden, jede dauert sechs Monate.

Aysel Korkmaz ist Projektkoordinatorin. Sie betreut die Tandems individuell und organisiert Gruppentreffen für Erfahrungsaustausch und Dialog.

Sind Sie als Freiwillige/r interessiert oder sind Sie Newcomer (Geflüchtete/r), melden Sie sich bei der Projektkoordinatorin Aysel Korkmaz unter: aysel.korkmaz@ref-bielbienne.ch oder 079 486 25 78 (auf Anrufbeantworter sprechen, sie ruft zurück)

Die Projektkoordinatorin

Aysel Korkmaz arbeitet zu 20 Prozent für das Projekt „Auf Augenhöhe – Das Bieler Begegnungstandem“. Sie kam vor rund 2 Jahrzehnten als Kurdin aus der Türkei in die Schweiz, ist verheiratet und Mutter einer Tochter.

Frau Korkmaz studierte an der Universität Fribourg Sozialarbeit und Politik und schloss an der Universität Bern mit einem Master in Erziehungswissenschaften ab. Sie hat in der schweizerischen Berufswelt Fuss gefasst und wirkt unter anderem als Ausbildnerin von Zivildienstleistenden beim Roten Kreuz im Modul ‹Kommunikation und Betreuung›. Das sei nicht immer einfach, weil einige Zivildienstler ungern die Schulbank drückten, verrät Aysel. Sie nimmt die Herausforderung jedoch gerne an, diese Personen zu motivieren, ihr Bestes aus sich heraus zu holen und in den Dienst am Nächsten zu stellen. Solchen Betreuungssituationen begegnen ‹Zivis› mit Seniorinnen und Senioren, mit Opfern von Naturkatastrophen, Menschen mit eingeschränkten Ressourcen oder auch mit Asylsuchenden. Aysel Korkmaz bildet sich stetig weiter in pädagogischen Kompetenzen wie Didaktik und Methodik.

Privat nimmt Frau Korkmaz aktiv teil am gesellschaftlichen Leben, beteiligt sich an verschiedenen Veranstaltungen im Quartier oder der Stadt Bern, wo sie wohnt. Die Frage ‚wo denn ihre Heimat sei‘, beantwortet sie so: „Ich kann hier aktiv meinen Lebensraum gestalten und mich selbst verwirklichen, so fühle ich mich in der Schweiz zu Hause“.