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Übers Wasser gehen. Unmöglich?

Donnerstag, 26. März, 19:00 - 17:00

| Veranstaltungsserie (Alle anzeigen)

Eine Veranstaltung um 19:00 Uhr am 12.03.2020

Eine Veranstaltung um 19:00 Uhr am 26.03.2020

Viele Menschen gehen übers Wasser, ohne schwimmen zu können. Sie riskieren dabei alles, um Zukunft zu haben. Andere berichten von den Fliehenden, dokumentieren ihre Leidensgeschichten und sehen genau hin. Es ist keine Frage: Wer übers Wasser geht, bleibt nicht trocken, sondern verändert sich. Es ist ein Ruf, der nach vorne zieht und einen in Bewegung setzt. Der system change hat begonnen – hoffentlich nicht ohne uns.

Aquarius

first friday, 6. März, ab 18 Uhr, Ring 3
Vernissage der Fotoausstellung von SOS MÉDITERRANÉE Schweiz
Mit Eva Ostendarp von SOS MÉDITERRANÉE Schweiz

Die ausgestellten Bilder wurden zwischen 2016 und 2018 von Fotografen an Bord des Rettungsschiffs Aquarius aufgenommen. Sie wollen nicht nur auf die Situation im Mittelmeer aufmerksam machen, sondern diese auch humanisieren – nicht durch Zahlen, sondern durch Gesichter und Erzählungen.

«Das Leben in Libyen ist kein Leben. Alle Menschen wenden sich zum Meer, das ist die einzige Möglichkeit zu leben.» Überlebender aus Somalia

«Ich wusste überhaupt nichts über die Boote, die nach Europa fahren. Ich war ja nach Libyen gekommen, um zu arbeiten. Aber eines nachts warf jemand eine Bombe gegen das Haus, in dem wir wohnten, und später kamen ein paar Männer, die uns zum Abfahrtsort der Boote brachten. Es war Nacht und ich konnte nichts sehen ausser den weissen Gummibooten, auf die wir stiegen.» Überlebende aus Ghana

SOS MÉDITERRANÉE Schweiz ist eine europäische humanitäre Organisation, die aus der Überzeugung heraus, dass niemand im Mittelmeer ertrinken darf, von Bürgerinnen und Bürgern gegründet wurde. Sie folgt dem Grundsatz, dass wir alle verpflichtet sind, Menschen in Seenot unabhängig von Herkunft, ethnischer Zugehörigkeit oder politischer Überzeugung zu retten.

Die Ausstellung kann bis Ende März auf Anfrage besichtigt werden:
zeitfragen@ref-bielbienne.ch, 032 322 36 91

Kein sicherer Hafen – weit und breit.

Donnerstag, 12. März, 19 Uhr, Haus pour Bienne, Kontrollstr. 22

Gespräch mit Nils Melzer, Anni Lanz und Ruth Tennenbaum

Längst ist das Mittelmeer zum Wassergraben Europas geworden und Libyen ist kein sicherer Hafen, sondern ein gefährliches Bürgerkriegsland. Während die EU auf Zeit spielt, sammelt der UNO- Sonderberichterstatter Fakten, AktivistInnen besuchen Gefängnisse. Vogelstrauss-Politik ist keine Option. Es braucht ein kollektives Erwachen.

Es diskutieren:

  • Prof. Nils Melzer, UNO-Sonderberichterstatter für Folter, Professor für Internationales Recht an der Universität Glasgow
  • Dr. h.c. Anni Lanz, Menschenrechtsaktivistin
  • Ruth Tennenbaum, Eidgenössische Kommission für Migration, Stadträtin Biel (Passerelle)

Hier spricht der Kapitän!

Donnerstag, 26. März, 19 Uhr, Ring 3

Ein Abend zu den Kapitänen Carola Rackete und Pia Klemp

Die Retterinnen auf dem Mittelmeer bewegen die Gemüter. Sind sie Aussteigerinnen, Aktivistinnen, Heldinnen – Schwestern von Greta? Die Rolle von jungen Frauen beim system change ist bemerkenswert.

Es diskutieren:

  • Aline Joye
  • Anna Tanner
  • Luzia Sutter Rehmann

Lesung: Betty Monnier

Die Bücher:

  • Carola Rackete, «Handeln statt Hoffen. Aufruf an die letzte Generation». 2019
  • Pia Klemp, «Lass uns mit den Toten tanzen». Roman. 2019

Flyer „Übers Wasser gehen. Unmöglich?“