Vom Frauenstreik zum Frauen*streik

Gleichberechtigung fällt nicht vom Himmel – sie muss erkämpft werden. Der Arbeitskreis setzt sich mit Frauen* für  Frauen* ein – auf vielfältige Weise, in immer neuen Projekten. Denn trotz grosser Errungenschaften ist die Gleichstellung zwischen den Geschlechtern noch immer nicht verwirklicht. Darum unterstützte der Arbeitskreis für Zeitfragen auch das Streikkollektiv zum Frauenstreik vom 14.6.2019 und vernetzte sich mit den Streikenden.

6. Sitzung des Bieler Streikkollektivs im Ring 3

Projekte führen zu Ausstellungen, zu Frauenstadtrundgängen, zu Begegnungen. Sie machen Forderungen und Utopien sichtbar, gleichzeitig vernetzen sie Frauen unterschiedlicher Generationen und Herkunft. Auf dem gemeinsamen Weg kann etwas entstehen, das weiter trägt. Der Arbeitskreis arbeitet gerne vernetzt mit vielen anderen.

Hier ein Überblick über grössere Projekt der letzten zehn Jahre.

 

Ausstellungen

  • 2008: Ohne Glanz und Glamour. Frauenhandel und Zwangsprostitution im Zeitalter der Globalisierung. Ausstellung im Medienhaus, Robert-Walser-Platz
  • 2010: merk.würdig. Vernissage, und Ausstellung im Farelhaus, Projekt mit 21 Künstlerinnen und 21 Bieler Frauenorganisationen

merk.würdig – Die Kunstwerke

  • 2011: «Mein bestes Stück – politique voilée». Vernissage und Ausstellung in der Voirie, Austausch mit Kopftuch tragenden Frauen, zusammen mit dem Frauenplatz anlässlich 20 Jahre Gleichstellung
  • 2016: «Lange Zeit – langer Atem» Präsenz an der Nacht der 1000 Fragen, Film und Ausstellung zu 40 Jahren Frauenbewegung, 20 Jahre Frauenplatz

 

Projekte

  • 2008: Lücken und Tücken. Pièges et progrès. Fachtagung gegen Gewalt an Frauen. Farelhaus. Kooperation mit Marche Mondiale de Femmes und Frauenhäuser, Schweiz
  • 2011: Fair Fashion Modeschau in der Stadtkirche Biel, Projekt mit EvB (heute PublicEye), Boutiquen der Altstadt und der Modefachfrau Uschi de Haan
  • 2013: Wir fordern einen Frauenbaum! Aktion am 8. März, anlässlich 100 Jahre 8. März-Feier, mit dem Frauenplatz
  • 2017: Beim Namen nennen. Projekt der Namensfindung für ein Haus der Kirchgemeinde (siehe unten Gertrud Kurz-Haus)
  • 2017-18: «Weltsichten. Wenn Frauen reisen. Vies de femmes – des itinéraires de voyageuses» Neuer Frauenstadtrundgang, Premiere am 8.3.2018, mit Frauenplatz

Liliane Gujer bei der Premiere von „Weltsichten“, 8.3.2018

  • 2018: «Wir Weiber! Frauen im Streik –1918-2018. Nous les femmes! D’une grêve à l’autre»  Rundgang anlässlich von 100 Jahren Landesstreik, mit Frauenplatz
  • 2019: Engagement im Bieler Streikkommittee zum nationalen Frauenstreik 14.6., mit Frauenplatz

 

Bildung

  • 2009-2011: Fernstudium Feministische Theologie, in Biel und Basel
  • 2012: Fernstudium Feministische Theologie, in Biel und Basel
  • 2014: Lesegruppe zu Iris von Rothen, Frauen im Laufgitter
  • 2014-2015: Fernstudium Feministische Theologie, in Biel

 

Reisen

  • 2012: Entdeckungsreise in die Toskana, zu den Künstlerinnen Eva Aeppli u. Niki de Saint Phalle, mit Catina Hieber
  • 2013: Biblisch und politisch – auf den Spuren von Frauen: Bildungsreise nach Israel und Palästina, Kooperation mit Pfrn. Cornelia Radeke, Berlin
  • 2014: Entdeckungsreise in die Toskana, zu den Künstlerinnen Eva Aeppli u. Niki de Saint Phalle,mit Catina Hieber
  • 2016: Venedig und die Frauen. Frühlingsreise mit Ines Rivera nach Venedig

 

Gertrud Kurz-Haus

Im Reformationsjahr 2017 setzten wir uns dafür ein, dass ein Haus der Kirchgemeinde nach einer Frau benannt wurde. Eine Projektgruppe einigte sich auf 12 bedeutende Frauen, die in der Zeitung „reformiert.“ nacheinander vorgestellt wurden. In einer offenen Abstimmung, an der sich alle, die wollten, beteiligen konnten, wurde Gertrud Kurz als Namensgeberin ausgewählt. Seither trägt das Haus am Ischerweg 11 in Biel stolz ihren Namen.

Die Infotafel am Gertrud Kurz-Haus

© Susanne Hosang, Gertrud Kurz-Haus