Der Marga Bührig-Förderpreis ist einer der international höchstdotierten theologischen Preise.

Ausgezeichnet werden herausragende Forschungsarbeiten, die wissenschaftlich fundiert, gesellschaftlich relevant und gut lesbar sind. Mit grosser Freude wurde Katharina Merian für ihre Forschung ausgezeichnet. Die Stiftung würdigte auch die Masterarbeit von Kim Sölter und verlieh ihr einen Nachwuchspreis.

Eine engagierte Jurypräsidentin, die Juristin und Anwältin Bettina Bannwart, und Professorin Claudia Janssen (Mitglied der Jury) ordneten die beiden Arbeiten ein. Die Feier war ausserordentlich gut besucht.

Katharina Merian 2023 Fotos ©Bruno Biermann

Die Jury war von der Dissertation von Katharina Merian überzeugt: Remembering Marielle Franco – Towards a «dangerous memory» of individual and collective self-empowerment. Die Autorin deutet das Leben und die Ermordung von Marielle Franco auf befreiungstheologischem Hintergrund. Franco war eine afro-brasilianische Stadträtin in Rio de Janeiro, die sich für die Rechte von Frauen, Favela-Bewohner:innen, people of colour und queere Menschen einsetzte und 2018 ermordet wurde. Ihr Tod löste Massendemonstrationen aus. Katharina Merian reiste nach Brasilien, lernte Portugiesisch und tauchte in die politische Situation ein. Die Aufarbeitung und Deutung dieser Proteste leistet einen Beitrag zur Diskursfähigkeit der Gesellschaft. Der Preisträgerin ist es gelungen, ein aktuelles Unrecht theologisch zu deuten und das Konzept der «gefährlichen Erinnerung» von Johann Baptist Metz weiter zu entwickeln.

In diesem Jahr vergibt die Stiftung zudem einen Nachwuchspreis in der Höhe von 2’000.- Fr. an Kim Sölter für ihre Masterarbeit: Die Männlichkeit Jesu in der markinischen Passionserzählung.

Kontakt:Dr. Luzia Sutter Rehmann, Präsidentin der Stiftung, 079 864 57 01 / luzia.sutter-rehmann@unibas.ch
Bettina Bannwart, Vorsitzende der Jury, 078 902 66 32 / bettina.bannwart@gmx.ch

www.marga-buehrig.ch