Die Schweiz, Europa, ja die ganze Welt scheint irgendwo zwischen Schockstarre und Panikattaken zu schweben momentan. Schweben kann aber eigentlich eine wunderbare Erfahrung sein, lautlos und schwerelos wie ein Vogel durch die Lüfte gleiten, wer würde das nicht gerne ab und zu. Distanz finden zu dem Gewusel da unten auf der Erde, die Enge des alltäglichen Blickes öffnen und das grosse Ganze etwas mehr in den Blick bekommen, die Relationen wieder finden.

Gerade in Zeiten, wo so viel Unsicherheit herrscht, wir stündlich, ja minütlich mit neuen Meldungen überflutet werden, bis wir schier drin ertrinken, nicht mehr wissen, wo oben und unten ist, wäre es gut, ein wenig Distanz zu gewinnen. Sich bewusst zu machen, dass es auch noch anderes gibt als das Coronavirus. Dass es zum Beispiel Frühling ist, die Sonne scheint, die Vögel singen und zwitschern, die Blumen zu blühen beginnen, die Bienen summen. Oder das ganz viele Menschen plötzlich den Sinn von Solidarität neu entdecken, dass man sich wieder viel mehr drum kümmert, wie’s dem Nachbarn, der Kollegin oder gar völlig Fremden geht.

Also: nehmen wir es ernst, aber bleiben wir positiv, sehen das Schöne und Gute, das aus all dem entsteht – und hoffentlich dann nicht gleich grad wieder verschwindet.

Bleiben Sie gesund und freuen Sie sich am Schönen!