Queeres Leben, Kirche und Sexualität: Im Alter brauchen wir einander um so mehr.

Eine dreiteilige Podcast-Reihe des Arbeitskreises für Zeitfragen fragt: Welche Bedürfnisse haben LGBTIQ* im Alter? Wie können Heime und Seelsorgende ihren Bedürfnissen gerecht werden? Geneva Moser hat im Auftrag des Arbeitskreis für Zeitfragen mit verschiedenen Personen Interviews geführt und aufgezeichnet.

 

Im Gespräch mit Barbara Bosshard vom Verein queerAltern.
Warum brauchen betagte LGBTIQ* ein eigenes Altersheim? Barbara Bosshard erzählt von den Bedürfnissen der Queer Community im Alter und von den Visionen des Vereins queerAltern.

(Foto: Sandra Meier/gestaltungskiosk.ch)

Wenn man älter wird, braucht man Menschen, die einem besuchen, unterstützen und gernhaben. Familienmitglieder, aber auch Institutionen wie Altersheime, Spitex, Besuch- und Pflegedienste werden immer wichtiger. Wenn Schwule und Lesben und Trans Menschen in die Jahre kommen, ist das nicht anders. Doch ihre Familie ist oft keine traditionelle Kernfamilie, sondern die Queer Community.

Ihre Bedürfnisse nach Geborgenheit, Sexualität und Zuwendung sind genau so gross wie bei Heterosexuellen. Doch die Angst vor Ausgrenzung ist bei Queer Menschen noch immer da und lässt sie oft über die eigene sexuelle Identität, ihre Biografien und Freund*innen schweigen. Seelsorger*innen und Pfarrpersonen, Besucher*innen und Mitbewohner*innen halten vielfach Heimbewohner*innen für „geschlechtslos“ oder heterosexuell. Altersheime, Spitexvereine oder Seelsorger*innen sind selten auf die Bedürfnisse von Lesben, Schwulen und Bisexuellen, trans oder intergeschlechtlichen Menschen (kurz LGBTIQ*) vorbereitet. Deshalb hat der Verein queerAltern eine Vision entwickelt.

Gerne nehmen wir Ihr Feedback entgegen.
Geneva Moser, Noël Tshibangu und Luzia Sutter Rehmann
Kontakt: luzia.sutter-rehmann@ref-bielbienne.ch

Mehr zum Thema gibt es hier. Unter anderem mit einem Glossar „Ehe für alle“.