20.02.2026, 15:00 - 16:30 Uhr

In der neuen Webinar-Reihe „Global Voices – Acting Together for Peace“ fragen wir nach einem respektvollen und zukunftsfähigen Verhältnis zur Erde, zunächst zu den Elementen der Erde. 

Das Webinar lädt dazu ein, indigene Weltanschauungen und Wissenssysteme ernst zu nehmen und gemeinsam zu reflektieren, wie Sorge für die Erde, Verantwortung füreinander und Frieden miteinander verbunden sind.

Indigene Gemeinschaften besitzen Land nicht als Hab und Gut. Sie teilen es mit allen darauf lebenden Wesen und pflegen Beziehungen zu ihnen. Rein kapitalistisch geprägtes Handeln hingegen macht sich die Erde in einer Weise zu eigen, die Ökosysteme belastet und Leid verursacht.

Die beiden indigenen Frauen Jackie Hookimaw-Witt, eine Cree aus Kanada, und Jocabed Reina Solano Miselis, eine Kuna aus Panama, geben Einblick in indigene Beziehungen zur Erde als Grundlage des Lebens. Jackie Hookimaw-Witt zeigt auf, wie spirituelle Landbeziehungen, Ernährungssouveränität und traditionelle Nahrungsproduktion untrennbar mit kulturellem und physischem Überleben verbunden sind. Jocabed Reina Solano Miselis thematisiert die Bedeutung indigener Erinnerung, Spiritualität und politischer Verantwortung im Einsatz für Umweltgerechtigkeit, Klimagerechtigkeit und für die Rechte indigener Gemeinschaften.

Jackie Hookimaw-Witt, PhD, ist Pädagogin, Fotografin, Menschenrechtsaktivistin, Chefköchin und Mitglied der Mushkegowuk-Cree von Attawapiskat in Kanada. Sie promovierte an der University of Toronto (OISE/UT) und hat ihre Arbeit auf internationalen Konferenzen präsentiert. Zudem beteiligte sie sich an Projekten der Legacy of Hope Foundation (Kanada), der Truth and Reconciliation Commission (Kanada) und von Incomindios (Schweiz). Sie leitet ein Food-Sovereignty-Gartenprojekt für Jugendliche in Attawapiskat und engagiert sich für die Rechte indigener Gemeinschaften.

Jocabed Reina Solano Miselis ist Mitglied der Gunadule-Nation in Panama, Direktorin von Memoria Indígena und promoviert derzeit in Theologie an der Theologischen Hochschule “NAIITS – An Indigenous Learning Community”. Sie gehört der Referenzgruppe für indigene Völker im Ökumenischen Rat der Kirchen an. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Stärkung indigener Gemeinschaften durch Theologie, die Bewahrung kulturellen Gedächtnisses und die Förderung bewusster Führung im Kampf gegen die Klimakrise. Als Verfechterin der Anerkennung und Stärkung indigener Rechte trägt sie aktiv zum globalen Dialog über soziale und ökologische Gerechtigkeit bei.

Moderation und Konzept: Manuel Menrath, Programmverantwortlicher Bildungsveranstaltungen, Mission 21
Vorträge und Diskussion auf Englisch, mit Simultanübersetzung auf Deutsch und Übersetzungshilfen.

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