29.01.2026, 18:00 -

Gender Budgeting: Was lernen wir aus vier Jahrzehnten Theorie und Praxis für unser Engagement für eine care-zentrierte Zukunft?
Gender Budgeting bedeutet gechlechtergerechte Gestaltung öffentlicher Haushalte. Es geht im Kern darum, Einnahmen und Ausgaben so zu strukturieren, dass Gleichstellungsziele vorangebracht werden. Feministische Ökonominnen und Aktivistinnen haben diesen Ansatz in den 1980er Jahren entwickelt, ihn zunehmend bei UNO-Frauenkonferenzen verankert und in verschiedenen Ländern implementiert. In Österreich etwa ist das Prinzip seit 2009 in der Verfassung verankert.
Elisabeth Klatzer bewegt sich seit vielen Jahren im umkämpften Feld der Budgetpolitik. Als feministische Ökonomin und Care-Aktivistin stellt sie sich und uns heute vor allem die Frage, wie klug genutztes Gender Budgeting Türen für eine care-zentrierte Gesellschaft öffnen kann. Im Webinar wird sie zunächst über die Theorie, über bisherige Praxen und Entwicklungen des Gender Budgeting informieren. Auf der Basis dieses Impulses eröffnen wir ein Gespräch darüber, wie sich aktive Budgetpolitik zum Denk- und Handlungsansatz „Wirtschaft ist Care“ ins Verhältnis setzen lässt.
Referentin: Dr. Elisabeth Klatzer ist feministische Ökonomin, Forscherin und Aktivistin mit langjähriger Erfahrung im Bereich geschlechtergerechter Budget- und Wirtschaftspolitik. Sie ist Universitätslektorin, derzeit an der Universität Graz und der University of Iceland, hat Attac und Initiativen feministischer Ökonomie mit aufgebaut und ist Mitbegründerin von fair sorgen! Wirtschaften fürs Leben und des European Gender Budgeting Network.
Moderation: Ina Praetorius
Mehr Infos und Anmeldung hier.
Veranstalterin: Seit Herbst 2024 lädt Wirschaft ist Care (WiC) in unregelmässigen Abständen Personen/Expert*innen zum Online-Gespräch ein, die sie interessieren, die sich dem Denk- und Handlungsansatz „Wirtschaft ist Care“ verbunden fühlen und von deren speziellem Wissen sie lernen wollen.